Laktatjunkies

Wie holt man sich die Motivation für das anstehende Training? Bei mir ist das immer wieder klar. Es müssen „Leistungstests“ her, die öffentlich einsehbar sind. Für mich sind das meistens Wettkämpfe. Mittlerweile gibt es dank Strava, Stop-O-Mat und ähnlichem genügend andere Methoden. Wobei ich meistens doch eher auf die Wettkämpfe zurückgreife.
Meine letzten beiden Stationen waren der FT Crosstriathlon Ende April, der leider an dem Ligaeröffnungswochenende lag. Aus dem Grund waren die meisten Konkurrenten und Dominatoren nicht am Start. So konnte ich mich mit einem zweiten Platz belohnen.
Heute stand ein Inoffizielles Zeitfahren an, das als Training mit Zeitnahme durchgeht. Hier geht es auf ziemlich flachen, beinahe geraden 18,2 km entlang des Rheins darum, die Beine voll mit Laktat zu pumpen. Diesmal waren die Windverhältnisse dafür optimal. Die ersten 9,1km mit Motivation und Ehrgeiz den Gegenwind bezwingen, um sich ab dem Wendepunkt vom Wind ins Ziel schieben lassen. So ging es auch bei mir los, wobei ohne dem festen Wendepunkt vor Augen der Gegenwind wohl an vielen Stellen gewonnen hätte. Ab dem Wendepunkt sind dann die Beine ziemlich kaputt, aber der Rückenwind motiviert ungemein. Vielleicht auch der Radfahrer, der gefühlt 50 Meter vor mir seine Intervalle gedrückt hat. Am Ende verpasste ich knapp den erwünschten 40er Schnitt (39,95 km/h laut meinem Taschenrechner).
Wenn man dann mit völlig kaputten Beinen durchs Ziel fährt und trotz Rückenwind kein 25er Schnitt mehr möglich ist, kommt dann doch immer wieder die Frage, warum tut man das. Die Antwort hat man dann ziemlich schnell, wenn der Körper sich wieder einigermaßen erholt hat:

GEIL!!!!

Und so nimmt man beim lockeren Heimfahren dann doch noch ein paar Steigungen mit, denn das Laktat wäre ja fast schon wieder aus den Beinen.